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Unsere Geschichte

Vom steilen Rhein-Hang in die Flasche. Seit Generationen.

01 · Die Anfänge

Mein Großvater hat immer gesagt: „Wer keinen steilen Hang hat, hat keinen Charakter im Wein.“ Damals klang das nach Eigenlob. Heute weiß ich, dass er recht hatte.

Die Familie hat die Lagen am Mittelrhein nicht gesucht. Sie waren einfach da, schon vor Generationen. Was sich verändert hat, ist, wie wir mit ihnen umgehen: mit mehr Geduld, mehr Verständnis und dem Wissen, dass man guten Wein nicht macht. Man lässt ihn entstehen.

02 · Der Weinberg

Unsere Steillagen liegen direkt über St. Goarshausen. Der Schiefer hier ist dunkelgrau, fast schwarz. Er speichert tagsüber die Wärme und gibt sie nachts langsam wieder ab. Das Ergebnis: Trauben, die reifer werden als in flacheren Lagen, mit mehr Substanz und Tiefe.

Der Rhein spielt dabei eine eigene Rolle. Das Wasser reflektiert das Licht, mildert Frost und schafft ein Mikroklima, das manchen Rebsorten hier erst ihren Charakter gibt. Riesling liebt das. Spätburgunder auch, wenn man ihm Zeit lässt.

03 · Unsere Philosophie

Wir lesen von Hand. Nicht weil es romantischer klingt, sondern weil Maschinen nicht unterscheiden können. Die gute Traube, die überreife, die mit Schimmel: Das braucht Augen und Erfahrung, keine Hydraulik.

Im Keller halten wir uns zurück. Wenig Technik, viel Zeit. Die Weine reifen in einem Rhythmus, der ihnen gehört. Das bedeutet manchmal weniger Ertrag. Das ist okay. Uns geht es nicht um Menge.

04 · Warum Bohei?

„Bohei“ ist ein altes deutsches Wort für Aufruhr, Trubel, Aufsehen. Genau das wollen wir. Nicht der nächste brave Lagenwein, nicht der hundertste austauschbare Riesling. Sondern Wein, über den man reden muss.

Wein, der eine Meinung hat. Der polarisiert, der Fragen aufwirft, der beim zweiten Glas noch besser wird. Das ist der Anspruch. Dafür machen wir Bohei.

„Wein ist keine Ware. Er ist das Ergebnis eines Jahres, eines Platzes und von Menschen, die wissen, wann sie eingreifen müssen. Und wann nicht.“
Familie Bohei, St. Goarshausen